Von Berufs wegen

Berufsweg

Karsten Rudolph (geb. 21. Mai 1962) wuchs in Wetter (Ruhr) auf. Nach Abitur und Zivildienst studierte er Geschichte, Germanistik, Erziehungs- und Sozialwissenschaften und legte 1987 die erste Staatsprüfung für das Lehramt ab. 1992 promovierte er bei Hans Mommsen mit einer Arbeit über die Geschichte der sächsischen Sozialdemokratie im Kaiserreich und der Weimarer Republik. Anschließend war er Assistent von Helga Grebing und Klaus Tenfelde am Institut für soziale Bewegungen der Ruhr-Universität und leitete verschiedene Forschungsprojekte. 2001 wurde er von der Fakultät für Geschichtswissenschaft der Ruhr-Universität Bochum habilitiert und erhielt die Lehrbefähigung für das Fach Neuere und Neueste Geschichte. Die Habilitationsschrift („Wirtschaftsdiplomatie im Kalten Krieg“) erschien 2004 im Campus-Verlag.

Nach mehr als zehn Jahren beruflicher Tätigkeit in Wissenschaft und Forschung rückte Karsten Rudolph 2002 für den Hochsauerlandkreis in den nordrhein-westfälischen Landtag nach, dem er bis 2010 angehörte. Er war dort u.a. innenpolitischer Sprecher seiner Fraktion.

An die Ruhr-Universität zurückgekehrt, vertrat er den Lehrstuhl für Sozialgeschichte. 2011 wechselte er als Leiter Politische Kommunikation und Parlamentsbeauftragter Brüssel in die Public Affairs-Abteilung eines großen deutschen Industrieunternehmens. Seit 2015 lehrt er wieder Neuere und Neueste Geschichte an der Ruhr-Universität.

Rudolph ist Vertrauensdozent der Friedrich-Ebert-Stiftung, Kurator des Instituts für Parteienrecht und Parteienforschung an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, des Wilhelm-Dröscher-Preises und des Gustav-Heinemann-Bürgerpreises, er gehört dem Redaktionsbeirat der Zeitschrift „Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte“ an, ist Mitglied des WDR-Rundfunkrats in Köln, des Aufsichtsrats der Bavaria Film GmbH in München und Vorsitzender des Aufsichtsrats der WDR mediagroup.