Wahlkreistour 2020

Auch im Sommer 2020 war ich in meinem Wahlkreis im Bochumer Süden und Südwesten unterwegs. Corona hat allzu große Nähe und Bürgerversammlungen zwar unmöglich gemacht, aber mit meiner Wahlkreistour zum Thema „Bauen für Alle“ konnte ich mich trotzdem für die Bürgerinnen und Bürger meines Wahlkreises einsetzen.

Die Idee der Tour war, sich mehrere vorbildhafte Bauprojekte im Wahlkreis anzusehen, mehr über die Bedeutung von diesen Bauprojekten für ein gutes Zusammenleben zu erfahren und die gewonnenen Erkenntnisse dann im Landtag einzubringen. Ich glaube, das ist gut gelungen. Welche Stationen ich gemacht habe, welche Projekte ich angeschaut habe und was ich dabei mitgenommen habe, können Sie sich hier (und weiter unten) anschauen.

Vivawest im Ehrenfeld
Gemeinsam mit Ratskandidat Jens Matheuszik war ich auf der Hermannshöhe. In der Peter-Zadek-Straße sind sieben Mehrfamilienhäuser gebaut worden. Insgesamt 89 Wohnungen gibt es hier und befinden sich nun im Bestand von VIVAWEST. Die Wohnungen sind allesamt modern ausgestattet – u.a. mit einem intelligenten Smart Home-System zur Beleuchtung, aber auch zur Alarmierung wenn beispielsweise ein Rauchmelder Alarm schlägt. Die Größe der Wohnungen variiert von 61 bis 122 qm. Alle Einheiten waren kurz nach Vermarktungsstart dauerhaft vergeben. Das spricht für die Attraktivität der Lage zwischen Ehrenfeld und Innenstadt. Weiter gilt: Wir haben in Bochum einen Bedarf an Wohnungen in allen Preisklassen. Damit das soziale Grundrecht Wohnen auch in Bochum erfüllbar ist – für jede Person.

 

Diakonie in Linden
Echte Teilhabe gibt es nur durch alltägliches Zusammenleben, Inklusion findet in Stadtteilen und Quartieren statt. Deswegen gehören Sozialeinrichtungen in die Nachbarschaft und nicht auf die grüne Wiese.In diesem Sinne baut die Diakonie Ruhr in Bochum-Linden einen von zwei Ersatzneubauten für das Ruhrlandheim. Ich finde das sehr gut! Allerdings müssen wir aufpassen, dass soziale Einrichtungen in stadtnahen Nachbarschaften wie Linden weiter möglich bleiben. Nur so können wir das Versprechen auf Teilhabe auch tatsächlich einlösen. Darum setze ich mich dafür ein, dass soziale Träger weiterhin erschwingliche Grundstücke erhalten und LWL- Genehmigungsverfahren zukünftig einen angemesseneren Aufwand mit sich bringen.

 

Vonovia in Weitmar
Wenn in bestehenden Wohngebieten neu gebaut wird, gibt es unter den Alteingesessenen manchmal Sorgen um die Lebensqualität im Quartier. Vonovia zeigt in Bochum-Weitmar, dass durch eine moderate und moderne Nachverdichtung nicht nur mehr Wohnraum, sondern sogar mehr Lebensqualität für AnwohnerInnen geschaffen werden kann. Denn eines ist ganz klar: Wir brauchen dringend neuen Wohnraum und die Nachverdichtung in Wohngebieten ist eine gute Lösung. Wie sie gut gelingt, habe ich mir am Beispiel von drei Mehrfamilienhäusern in der Kaulbachstraße angeschaut. In nur vier Monaten Bauzeit hat Vonovia hier barrierefreien Wohnraum für SeniorInnen und Familien gebaut. Weil die Nachverdichtung in ein Gesamtkonzept der Quartierserneuerung eingebunden ist, fügen sich die Häuser nahtlos ein und bringen gleichzeitig neues Leben ins Quartier. Deswegen ist Nachverdichtung gut für Wohnungssuchende und gut fürs Quartier!

 

VBW/Markus Bau in Weitmar
Bochum baut. Für alle Bevölkerungsschichten. An der Brantropstraße in Weitmar sind es die Markus-Bau GmbH und daneben die VBW mit einem Konzept: Kaufen und mieten für alle. Mit besonders hoher Quote an gefördertem Wohnungsbau und mit höchsten Energiestandards. Geschäftsführer Karsten Koch
hat Bezirksbürgermeister Marc W. Gräf und mich herumgeführt und unsere Sozi-Herzen höher schlagen lassen.

 

Gemeinnütziger Wohnungsverein zu Bochum in Wiemelhausen
Raiffeisen wusste: ‚Was dem Einzelnen nicht möglich ist, das vermögen Viele.‘ Diese Idee des genossenschaftlichen Gründervaters ist wie für die Zukunft gemacht. Denn wir merken, dass uns immer mehr Gegeneinander nicht gut bekommt. Solidarischere Lösungen, auch für das Bauen und Wohnen, werden wieder wichtiger.
Der Gemeinnützige Wohnungsverein zu Bochum (GWV) setzt zum Glück schon sehr lange darauf und ist damit am Puls der Zeit. So schafft der Verein Zusammenhalt in Bochum. Ich finde: Das ist gut so! Darum müssen wir Wohnungsbaugenossenschaften noch viel stärker fördern.

 

Ruhrauenpark in Dahlhausen
Wohneigentum ist für Viele ein Lebenstraum. In Dahlhausen ist er zu erschwinglichen Preisen hundertfach Wirklichkeit geworden. Durch den Ruhrauenpark konnten sich Familien Eigentum in hervorragender Lage und mit hoher Lebensqualität leisten. Damit das so bleibt, müssen umfangreiche Bauprojekte in Bochum auch zukünftig möglich sein. Wenn gebaut wird, müssen Anwohner gehört und die Umwelt geschützt werden. Aber wir sollten nicht vergessen: Auch junge Familien haben ein Recht auf ein eigenes Zuhause.