Diskriminiert das Land die Bochumer Universitätskliniken?

Die Universitätskliniken in Nordrhein-Westfalen bekommen vom Land eine zusätzliche Finanzhilfe von über 100 Millionen Euro, um die Bettenzahl und Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Knapp 45 Millionen Euro werden außerdem für kurzfristige Baumaßnahmen bereitgestellt.

Von der Maßnahme profitieren alle Universitätskliniken, nicht aber die im „Bochumer Modell“ organsierten Krankenhäuser. In Bochum gibt es kein zentrales Universitätsklinikum, sondern mehrere verbundartig organisierte Einzelkliniken. Offenbar Grund genug, um die Bochumer Universitätsmedizin für nicht vollwertig zu nehmen.

Dass Bochum bei der Mittelvergabe durch das Land anscheinend übergangen wird, hat die Bochumer SPD-Landtagsabgeordneten Carina Gödecke, Prof. Dr. Karsten Rudolph und Serdar Yüksel veranlasst, eine kurzfristige Berichtsanfrage an die Landesregierung auf den Weg zu bringen. Sie fragen darin, warum die Bochumer Universitätskliniken in der Auflistung des Wissenschaftsministeriums für die Mittelvergabe fehlen und welche Gründe es hierfür geben soll.

Dazu erklären die Abgeordneten:

„Wir sind sehr neugierig, warum die Landesregierung plant, die Bochumer Universitätskliniken nicht zu berücksichtigen. Alle sechs Bochumer Kliniken leisten medizinische Arbeit auf sehr hohem Niveau. Wir kennen keinen guten Grund, warum sie bei der Mittelvergabe nicht gleich behandelt werden sollten, zumal sowohl das St. Josef-Hospital als auch das Bergmannsheil Corona-Infizierte aus Italien und den Niederlanden aufgenommen haben. “