Bochumer Studierende brauchen Soforthilfen vom Land

Kandidaten Fotos vom 23. Februar 2017

Die Corona-Pandemie stellt Studierende in Nordrhein-Westfalen vor große finanzielle Herausforderungen. Mehr als zwei Drittel aller Studierenden gehen einer Nebentätigkeit nach, besonders viele in Bochum und im Ruhrgebiet. Viele dieser Nebenjobs sind infolge der Corona-Krise weggefallen.

Dazu erklären die drei Bochumer SPD-Landtagsabgeordneten Carina Gödecke, Serdar Yüksel und Prof. Dr. Karsten Rudolph:

„In Bochum gibt es rund 60.000 Studierende. Sehr viele von ihnen sind auf die Einnahmen durch Nebenjobs dringend angewiesen. Diese Einnahmequelle fällt derzeit oft weg und nicht wenige Studierende geraten in akute finanzielle Not.

Aus diesem Grund muss die Landesregierung endlich ein Hilfsprogramm auflegen, das den in Geldnot geratenen Studierenden schnell unter die Arme greift. Der Verlust des Nebenjobs darf nicht dazu führen, dass Stromrechnungen oder die Miete nicht mehr beglichen werden können.

Wir fordern von der Landesregierung jetzt eine zweiteilige Lösung: Zum einen landesweiten Nothilfefonds für bedürftige Studierende, zum anderen den vereinfachten Zugang zum Bafög.

Wir begrüßen daher die Idee der Studierendenwerke NRW zur Einrichtung eines landesweiten Nothilfefonds für den bedürftigsten Teil der Studierenden. Dieser Fonds setzt auf bereits bestehenden Strukturen auf. Damit schätzungsweise 50.000 Studierende mit je 500 Euro unterstützt werden können, muss das Land den Studierendenwerken 50 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Die Zahlung von je 500 Euro sollte wie beim Programm für KünstlerInnen als rückzahlungsfreier Zuschuss gewährt werden.

Zum zweiten: Für Studierende, die ihr Studium nicht aus eigenen Mitteln bestreiten können, ist das BAföG gemacht. Damit jeder und jede unabhängig von der Corona-Krise Studium oder Ausbildung beenden kann, muss sich die Landesregierung im Bund für eine schnelle Vereinfachung des Bafögs einsetzen.“