Zum 30. Todestag von Max Imdahl

Werke „wirken“ zu lassen und diese Wirkung in Sprache zu fassen, sah Max Imdahl als Hauptaufgabe seiner Lehrtätigkeit als Ordinarius für Kunstgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum. In diesen Tagen gedenkt die Kunstwelt seinem 30. Todestag.

Imdahl wurde 1925 in Aachen geboren und galt bis zu seinem frühen Tod 1988 als einer der führenden Kunsthistoriker seiner Zeit. Er war Begründer der Kunstgeschichte an der noch jungen Ruhr-Universiät und baute zudem die RUB-Kunstsammlung mit auf, die 1975 im RUB-Campus-Museum ein Zuhause fand. Imdahl galt als Wegbereiter einer Kunstgeschichte der Moderne und entwickelte die Methode der „Ikonik“, die sich neben der kunstgeschichtlichen Herleitung auch immer mit dem individuell ästhetischen Gehalt eines Kunstwerks befasst.

Der berühmte Kunsthistoriker hat bis heute vielfältige Spuren in Bochum hinterlassen, u.a. mit einer Gastprofessur an der RUB, einer nach ihm benannten Straße sowie mit der „Situation Kunst“ im Schlosspark Weitmar.