G8-G9 Hick-Hack muss endlich ein Ende haben

Die SPD-Landtagsfraktion hat die Sorgen und Nöte der Betroffenen verstanden: In den letzten Monaten fand ein reger Austausch mit Eltern, Schülern, Lehrerverbänden und Direktorenvereinigungen statt und alle waren sich am Ende über die Rückkehr zum G9 einig.

Bestätigt wird diese Forderung auch durch aktuelle Umfrage-Zahlen der WAZ. Fast ausnahmslos alle Gymnasien im Ruhrgebiet haben sich gegen das sogenannte Turbo-Abi entschieden. Auch der heimische SPD-Landtagsabgeordnete Karsten Rudolph unterstützt die Forderung seiner Fraktionskollegen: „Dass sich Schwarz-Gelb noch immer krampfhaft ein Hintertürchen für das ungeliebte G8-Abitur offen hält, ist sinnlos, die Interessenverbände haben es formuliert und die Umfrage-Zahlen sprechen ebenfalls eine klare Sprache.“

Durch die Reform der gymnasialen Oberstufe wird zudem sichergestellt, dass alle Schülerinnen und Schüler, die verkürzen möchten genauso berücksichtigt werden wie jene, die Freiräume für Orientierung im Rahmen von Auslandsaufenthalten oder Praktika benötigen. Wichtig ist, dass individuelle Bildungswege zukünftig schulrechtlich verankert werden und keine genehmigungspflichtige Ausnahme bleiben.

Zur Zeit stellt sich nur die Frage, wie die Rückkehr von G8 auf G9 im Schuljahr 2019/2020 vonstattengehen soll, denn bislang liegt noch nicht einmal der Gesetzentwurf vor, den die CDU/FDP-Landesregierung im Sommer 2018 eigentlich beschließen möchte. „Planungssicherheit, auch für die Bochumer Gymnasien, sieht anders aus“, erklärte Karsten Rudolph abschließend.